Raib
Eine traditionelle marokkanische Dickmilch, die entsteht, wenn rohe Milch bei Raumtemperatur von selbst sauer wird und gerinnt; sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Joghurt. Yabiladi nennt Raib den hausgemachten Joghurt Marokkos.
Was es ist
Raib ist halbfest, glatt und gleichmäßig und ähnelt ein wenig Joghurt. Eine Übersichtsarbeit, an der die Universität Sidi Mohamed Ben Abdellah in Fès beteiligt ist, zählt ihn zu den sehr beliebten traditionellen Sauermilchprodukten Marokkos. Forschende der Universität Mohammed V in Rabat führen ihn neben Rohmilch, Lben und Jben unter den traditionellen Milchprodukten des Landes.
Wie es gemacht wird
Für Raib lässt man rohe Milch von Kuh, Ziege, Schaf oder Kamel bei Raumtemperatur, etwa 15 bis 30 Grad, je nach Jahreszeit ein bis drei Tage stehen, bis sie sauer wird und gerinnt. Traditionell steht die Milch dabei in einem Tonkrug oder in einem Schlauch aus Ziegenleder, der checoua heißt.
Raib ist der Ausgangspunkt weiterer Milchprodukte: Kräftig geschüttelt trennt er sich in Lben, die Buttermilch, und zebda beldiya, frische Butter, aus der gesalzen Smen wird; in einem Tuch abgetropft ergibt er den Frischkäse Jben.
In Kürze
- Arabisch
- الرايب
Wo es herkommt
Im ganzen Land zu Hause, ohne einen Ursprungsort, den eine Quelle nennt.
Gehört dazu
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Zuletzt geprüft am 30. Okt. 2026. 3 Quellen, davon 0 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).