Zambo
Zambo ist geröstetes Mehl aus Gerste oder Weizen, das man mit der Hand isst und in Olivenöl taucht. Das Gericht hat einen festen Platz in der Küche des Rif und kommt vor allem im Sommer und für Gäste auf den Tisch.
Was es ist
Für Zambo nimmt man nach Hachmia Ahidar, einer 68-jährigen Frau aus Beni Bouffrah in der Provinz Al Hoceïma, das Mehl, das beim Mahlen von Gerstengrütze (dchicha) auf der Handmühle herabfällt; es wird zweimal auf dem Kanun geröstet und danach noch einmal gemahlen. Der Kanun ist ein Herd aus Stein, meist in den Boden gebaut, in dem Holz oder Glut brennt.
Man isst Zambo nicht mit dem Löffel wie Couscous, sondern nimmt eine kleine Menge in die Handfläche und taucht sie in Olivenöl. Mohamed Aznaki, Vorsitzender des Vereins Sifax, der die Amazigh-Kultur im Norden Marokkos bekannt macht, nennt Zambo eine Nachspeise aus Weizen, die man nur zu besonderen Anlässen macht.
Woher es kommt
Am weitesten verbreitet ist Zambo in den Gegenden des Rif in der Provinz Al Hoceïma und im östlichen Rif in der Provinz Nador, außerdem bei den Jebala und Ghomara in den Provinzen Chefchaouen und Ouezzane. Eine bekannte Bedeutung oder Herkunft des Wortes gibt es nach Aznaki nicht; in manchen Gegenden des Rif heißt das Gericht Thzemmit oder Zemmita.
So wird es gekocht
Wann
Gegessen wird Zambo vor allem im Sommer, wenn der Weizen reif ist, an bestimmten Festtagen und für Gäste; es gilt als Zeichen der Gastfreundschaft. Zubereitet wird es von den Frauen und Mädchen der Familie gemeinsam im Haus der Großeltern.
In Kürze
- Arabische Schrift
- زامبو
- Andere Namen
- Thzemmit (ثزميت), Zemmita (زميطة)
Wo es herkommt
Zu Hause in den Regionen Tanger-Tétouan-Al Hoceïma, Oriental.
Genannt werden auch: Al Hoceïma, Nador
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Wann man es antrifft
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Zuletzt geprüft am 30. Okt. 2026. 1 Quellen, davon 0 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).