Sfenj
Ein ringförmiger Krapfen aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe, in Öl ausgebacken, innen schwammig und außen knusprig. Der Name kommt vom arabischen isfanja, Schwamm.
Was es ist
Sfenj ist ein Krapfen in Form eines Rings, gemacht aus Wasser, Salz, Weißmehl und Hefe und in Öl ausgebacken. Akdi und Achboun beschreiben ihn so: Der Teig wird geknetet und gegoren, dann als Ring mit leerer Mitte in Öl gebacken, bis er aufgeht wie ein Schwamm.
Vom süßen, mit Konfitüre gefüllten Krapfen, auf Darija bini, unterscheidet er sich durch den Teig: Dessen fester Teig wird ausgerollt und ausgestochen.
Woher es kommt
Das Wort kommt nach Soumaya Naamane Guessous vom arabischen isfanja, Schwamm; das Gebäck stamme aus al-Andalus.
Geschichte
Ein Schriftstück vom 15. Muharram 1307 der islamischen Zeitrechnung nennt Sfenj, Fekkas, Krachel und M’hancha unter den Süßwaren Tétouans.
Wie es gemacht wird
Der Teig wird mit Backhefe vorbereitet und muss gehen, bis er sein Volumen verdreifacht hat; er wird lange und kräftig geknetet, bis er nicht mehr an den Händen klebt. Der Sfenj-Bäcker (safnaj), immer ein Mann, formt den Teig in der Luft zwischen den Fingern zu einem Ring und lässt ihn in siedendes Öl gleiten, wo er aufgeht und goldbraun wird. Hassan Akdi und Noureddine Achboun führen die Sfenj-Bäckerei unter den Handwerken Tétouans auf.
So wird es gekocht
Wann
Gegessen wird Sfenj mit Honig, Konfitüre oder Butter; auf den Souks sitzt man dazu unter Zelten auf Matten und trinkt Minztee. Früher fädelte man die Krapfen auf einen Streifen Palmblatt oder eine Schnur, heute kommen sie in Tüten aus Packpapier. Im Ramadan stellen die wenigen noch tätigen Sfenj-Bäcker die Herstellung ein und verkaufen stattdessen Chebakia.
In Kürze
- Arabisch
- الإسفنج
Wo es herkommt
Im ganzen Land zu Hause, ohne einen Ursprungsort, den eine Quelle nennt.
Wann man es antrifft
Gehört dazu
Mehr aus Essen und Trinken
- Aadess
- Aghroum
- Amlou
- Arganöl
- Austern aus Dakhla
- Avocado-Saft
- Baghrir
- Batbout
- Bissara
- Briouat
- Chebakia
- Couscous
- Datteln aus dem Tafilalet
- Djaj mhammer
- Fekkas
- Gazellenhörnchen
- Ghriba
- Harcha
- Harira
- Hssoua
- Irkman
- Khlii
- Khobz
- Klementine aus Berkane
- Krachel
- Loubia
- Maakouda
- Marokkanischer Salat
- Mrouzia
- Méchoui
- M’hancha
- Oliven
- Pastilla
- Raib
- Ras el-Hanout
- Rfissa
- Safran aus Taliouine
- Sardine
- Seffa
- Sellou
- Smen
- Tajine
- Taktouka
- Tanjia
- Zaalouk
- Zambo
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Zuletzt geprüft am 30. Okt. 2026. 3 Quellen, davon 0 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).