Seffa
Über Dampf gegarte feine Fadennudeln oder Couscous, zu einer Kuppel aufgehäuft und mit Mandeln, Zimt und Puderzucker bestreut; in der Seffa medfouna liegt darunter Huhn, Lamm oder Rind verborgen.
Was es ist
Seffa medfouna heißt „begrabene“ Seffa: Huhn, Rind oder Lamm mit Safran liegt verborgen unter einer Kuppel oder Pyramide aus Couscous oder Fadennudeln, verziert mit gerösteten, grob gehackten Mandeln, Rosinen, Zimt und Puderzucker. Die Soße aus Zwiebeln, Zimt, Ingwer, Kurkuma und Koriander wird eingekocht und in die Mitte gegossen, so dass die salzige Soße auf das Süße von Mandeln, Rosinen und Zucker trifft.
Die Seffa gibt es auch ohne Fleisch, als süße Beilage; dann kommt sie oft am Ende des Essens wie ein Nachtisch, etwa nach einem Méchoui. Aufgetragen wird sie in einer Kassaa, einer runden Schüssel aus Ton oder Holz, meist aus Nussbaum.
Geschichte
Ursprünglich wurde die Seffa aus Couscous zubereitet; die Fassung mit hauchdünnen Fadennudeln (cheveux d’ange) ist nach der Studie für die WIPO und das OMPIC eine neuere Anpassung. Weil sich so feine Nudeln von Hand nur mühsam herstellen ließen, verbreitete sie sich erst in den 1970er-Jahren, als die Nudelindustrie sie in der nötigen Feinheit lieferte.
So wird es gekocht
Wann
Die Studie nennt die Seffa ein Festgericht, das zum Festessen der Familie gehört, und als Anlässe Hochzeiten und Moussems.
Wo es herkommt
Im ganzen Land zu Hause, ohne einen Ursprungsort, den eine Quelle nennt.
Wann man es antrifft
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Zuletzt geprüft am 30. Okt. 2026. 2 Quellen, davon 1 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).