Klementine aus Berkane
Klementinen aus der Triffa-Ebene um Berkane, zwischen Mittelmeer und Beni-Snassen-Bergen, kernlos und aus zwei Sorten (Berkane-Klon und Nules). Seit 2010 ist „Clémentine de Berkane“ als geografische Angabe amtlich anerkannt.
Was es ist
Die Klementine aus Berkane ist eine kernlose Zitrusfrucht der Art Citrus clementina, die nur aus zwei Sorten stammen darf, dem Berkane-Klon und der Nules. Ihre Schale ist rötlich orange und haftet nicht am Fruchtfleisch, das saftig ist und 40 bis 56 Prozent Saft enthält. Im Durchmesser misst die Frucht 44 bis 65 Millimeter.
Woher es kommt
Das geschützte Gebiet ist die Triffa-Ebene: im Norden begrenzt vom Mittelmeer, im Süden von der Bergkette der Beni Snassen, im Westen von den Bergen des Vor-Rif in der Provinz Nador. Dazu gehören die Gemeinden Boughriba, Schouihya, Zegzel, Aghbal, Laâtamna, Fezouane und Madagh. Anbau, Ernte und Verpackung müssen innerhalb dieses Gebiets stattfinden.
Im Bewässerungsgebiet der Moulouya in der Provinz Berkane wachsen Zitrusfrüchte auf mehr als 19 000 Hektar, davon rund 65 Prozent kleinfrüchtige Sorten. Für die Saison 2024/2025 schätzte das regionale Amt für Landwirtschaft der Moulouya (ORMVAM) die Ernte auf etwa 192 300 Tonnen, davon rund 60 Prozent Klementinen, ein großer Teil davon für die Ausfuhr.
Geschichte
Anerkannt wurde die geografische Angabe „Clémentine de Berkane“ mit dem Erlass Nr. 1357-10 des Ministers für Landwirtschaft und Seefischerei vom 30. April 2010, veröffentlicht im Bulletin officiel Nr. 5862 vom 5. August 2010. Beantragt hatte sie die Association de l’indication géographique protégée de la Clémentine de Berkane, die nationale Kommission für Herkunfts- und Qualitätszeichen hatte am 26. November 2009 Stellung genommen. Grundlage ist das Gesetz Nr. 25-06 von 2008 über die Herkunfts- und Qualitätszeichen für Lebensmittel sowie Agrar- und Fischereierzeugnisse.
Wie es gemacht wird
Das Lastenheft schreibt vor, die Bäume jedes Jahr in der in der Gegend üblichen Trichterform zu schneiden, damit Licht ins Innere der Krone fällt; Dünger und Bewässerung richten sich nach Boden- und Blattanalysen und nach einem Bewässerungskalender, der mit dem Verband der Zitruserzeuger und den Exportgruppen abgestimmt ist. Gepflückt wird von Hand am frühen Morgen, und erst, wenn das Verhältnis von Zucker zu Säure mindestens 7,5 beträgt und der Saftanteil über 40 Prozent liegt. Danach gehen die Früchte durch ein Wasserbad, das Flecken auf der Schale (Oleocellose) verhindert und die Farbe erhält, werden in Packstationen im Gebiet von Hand verlesen und in Kisten von höchstens 15 Kilo verpackt.
Wann
Die Reifezeit reicht von Anfang Oktober bis Anfang Januar des folgenden Jahres. Als reif gilt die Frucht, wenn das Verhältnis von Zuckergehalt (in Grad Brix) zu Säure zwischen 7,5 und 17 liegt.
Woran man es erkennt
Auf dem Etikett stehen im selben Blickfeld der Vermerk „Indication Géographique Protégée Clémentine de Berkane“ oder „I.G.P Clémentine de Berkane“, das amtliche Logo der geschützten geografischen Angabe und der Name der Prüfstelle NORMACERT. NORMACERT kontrolliert die Einhaltung des Lastenhefts und zertifiziert die Früchte der bei ihr eingetragenen Erzeuger, Packer und Exporteure.
In Kürze
- Geschützte Herkunftsangabe
- IGP „Clémentine de Berkane“, Erlass Nr. 1357-10 vom 30. April 2010
- Sorten
- Berkane-Klon und Nules
- Reifezeit
- Anfang Oktober bis Anfang Januar
Wo es herkommt
Zu Hause in der Region Oriental.
Genannt werden auch: Berkane
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Zuletzt geprüft am 25. Okt. 2026. 2 Quellen, davon 1 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).