Harcha
Ein Fladen aus Grieß, in der Pfanne oder in einer Tonschale gebacken. Man isst ihn zum Tee, zum Frühstück und im Ramadan.
Was es ist
Harcha ist nach Morocco World News ein lockeres Brot aus feinem Grieß, Öl und Milch, in der Form einem englischen Muffin ähnlich; man füllt es herzhaft oder isst es mit Honig.
Im Rif heißt der Grießfladen ḥarca; nach Fathia Benali in der Enzyklopädie der Amazigh kommt er nicht zu den Hauptmahlzeiten auf den Tisch, sondern gelegentlich, vor allem zum Tee in der Familie oder unter Frauen.
Wie es gemacht wird
Das Rezept bei Benali: drei Maß Grieß in heißes Wasser geben, ein halbes Maß Olivenöl und etwas Salz dazu, glatt rühren, ausstreichen und in einer großen Tonschale backen. Morocco World News nennt für eine große Harcha 500 Gramm feinen Grieß, Öl, Zucker, Salz, Backpulver, etwas Hefe und Milch; der Teig kommt in eine gebutterte, mit Grieß bestreute schwere Pfanne, backt auf mittlerer Hitze und wird nach etwa zehn Minuten gewendet.
Wann
Morocco World News nennt Harcha für das Frühstück und als Imbiss am Nachmittag oder Abend, mit Honig oder in Olivenöl getaucht, und als Fladen, der das ganze Jahr gegessen wird, im Ramadan auch beim Fastenbrechen und zum Suhur.
Im Ramadan steht Harcha in Tanger neben Msemen auf dem Tisch; in Khénifra wird sie mit Heilpflanzen zubereitet. Bei Saad Sarhane steht die Harcha mit Baghrir, Matlou und Meloui unter den Fladen, die meist mit Smen und Honig gegessen werden.
Wo es herkommt
Im ganzen Land zu Hause, ohne einen Ursprungsort, den eine Quelle nennt.
Wann man es antrifft
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Zuletzt geprüft am 27. Okt. 2026. 5 Quellen, davon 0 Primärquellen (Behörde, UNESCO, Betreiber).